Tipps für Eltern

Tipps für Eltern:

Frage 1:

Meine Tochter macht ihre Hausaufgaben am liebsten abends. Sollte sie nicht die Hausaufgaben gleich nach der Schule machen?

Antwort 1:

Ja – am Abend lässt die Konzentration nach. Am besten, Ihre Tochter macht nach dem Mittagessen eine halbe Stunde Entspannungspause und geht dann an ihre Aufgaben.

Frage 2:

Seit Wochen hat mein Sohn immer Bauchweh, wenn er zur Schule muss. Wie kriege ich heraus, was ihn bedrückt?

Antwort 2:

Nicht mit Druck. Ist ihr Sohn in der Schule das Opfer von Hänseleien, so schämt er sich dafür und braucht Zeit und Ermutigung, sich Ihnen anzuvertrauen. Vermitteln Sie ihm auch, dass Sie nicht sofort etwas unternehmen wollen – was er möglicherweise befürchtet. Sondern dass Sie sich seinen Kummer anhören und ihn trösten wollen. Sprechen Sie außerdem mit dem Lehrer.

Frage 3:

Unser Sohn hört nie zu und unterbricht uns dauernd.

Antwort 3:

Ihrem Sohn fehlt noch das Gespür dafür, wie man sich in bestimmten Situationen anderen gegenüber verhält. Für ihn hat sein Bedürfnis, sich auszudrücken, Priorität. Diese Ich-Bezogenheit können Sie nicht verbieten; aber bis er in seiner ganz normalen Entwicklung lernt, sich in andere hineinzuversetzen, sollten Sie ihm immer wieder erklären, dass man auch zuhören muss.

Frage 4:

Mein Sohn, 7, will unbedingt allein zur Schule gehen. Kann ich ihm das zutrauen?

Antwort 4:

Wenn ihr Sohn sich das zutraut, sollten Sie seinen Mut nicht bremsen! Gehen Sie mit ihm den Schulweg noch einige Male gemeinsam und üben Sie dabei das richtige Verhalten beim Überqueren der Straße. Lassen Sie ihn aber erst allein losziehen, wenn Sie überzeugt sind, dass er sich im Verkehr richtig verhält.

Frage 5:

Unsere Tochter ist sehr ehrgeizig und weint, wenn sie keine Eins bekommt.

Antwort 5:

Seien Sie ihr ein Vorbild, wie man mit Enttäuschungen gelassen umgeht, und sagen Sie ihr im Gespräch, dass Sie gar nicht böse auf sie sind, wenn sie einmal nicht die Beste ist.

Frage 6:

Mein kleiner Sohn schmeißt sich heulend hin, wenn es kein Eis mehr gibt oder er nicht mehr Karussell fahren darf.

Antwort 6:

In ihrer Trotzphase testen die Kinder Grenzen aus – und die müssen Sie nicht nur setzen, sondern auch dabei bleiben. Es bleibt Ihnen nichts übrig, als konsequent bei Ihrem Nein zu bleiben. Dem Wutanfall nachzugeben, wäre ein Fehler, denn dann lernt Ihr Sohn nur, dass dreimal Nein schließlich doch ein Ja bedeutet.